Die Nutzung der Sternwarte im Strothmannturm (über dem “Seriösen Fußgänger”) ist aus Gründen des Brandschutzes nicht mehr möglich und eine Ertüchtigung des Gebäudes wäre bezüglich der zulässigen Personenzahl in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Nutzen. Die alte Sternwarte ist auch unter astronomischen Gesichtspunkten ungünstig, da die Lichtverschmutzung in der Innenstadt die Beobachtungsmöglichkeiten erheblich einschränkt. 

Nach Gesprächen mit Vertretern des Kreises Minden-Lübbecke sowie der Gemeinde Hille wurde ein Standort im Bereich des Badesees Mindenerwald gefunden. Der Standort wurde durch Mitglieder des Vereins Schulsternwarte Minden-Lübbecke mehrfach erprobt: Er bietet den entscheidenden Vorteil einer geringen Lichtverschmutzung und ermöglicht in klaren Nächten u.a. die Beobachtung von Nebeln und Galaxien, die im Innenstadtbereich unsichtbar bleiben. Durch die zentrale Lage nahe der Gemeinde Hille ist der Standort mit Pkw innerhalb von 20 Minuten aus Minden, Petershagen, Espelkamp, Lübbecke und Rahden gut zu erreichen. 

Der Bauantrag wurde eingereicht und die Baugenehmigung ist erteilt. Die Entwurfsplanung sowie der Bauplatz ist mit dem Kreis Minden Lübbecke (Bau- und Umweltamt) festgelegt und der wichtige landschaftspflegerische Begleitplan im Naturschutzbeirat beschlossen. Der Bürgermeister und der Gemeinderat Hille unterstützen fraktionsübergreifend das Projekt. Mit dem Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Minden-Lübbecke (AML) als Grundstückseigentümer der Baufläche wurde mit dem Sternwartenverein einen Überlassungsvertrag geschlossen. Preisanfragen zu Gebäude und technischem Material zeigen, dass die Projektschätzung realistisch und belastbar ist.

Das Projekt wird durch eine öffentliche Förderung der Landes NRW finanziert werden. Das Gesamtvorhaben beläuft sich auf ca. 200 TSD Euro, davon sind etwa 122 TSD Euro als Zuwendung beim Land NRW bewilligt worden..